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Heiliger Josef, Bräutigam der Gottesmutter (19. März)

Im Eingangsbereich der Kirche steht die Statue des Heiligen Josef, nach dem die Kirche benannt ist. In der Festschrift zur Weihe der Kirche St. Josef am 21. September 1969 steht: „Über den Namen der Kirche St. Josef gab es nie eine Diskussion. Er war von Anfang an feststehend, schließt er doch eine Lücke im Kranz der Bamberger Kirchen.“

Zur Statue in der Kirche

Aus Stein gehauen macht Josef auf den Betrachter einen mächtigen, aber zugleich väterlichen Eindruck: Um ihn stehen die Menschen. Man sieht: In seiner Nähe und unter seinem Schutz fühlen sich die Menschen gut aufgehoben und geborgen. Der ihm zugedachte Platz in der Kirche weist auf seine bescheidene Rolle hin: Ganz hinten steht er am Eingang der Kirche, sozusagen im Abseits.

Was die Evangelisten über ihn schreiben

Auch die Evangelien, und von den Evangelisten nur Lukas und Matthäus, berichten vom „Ziehvater“ Jesu nur am Rande: Er lebte als Zimmermann in Nazareth und war der Verlobte von Maria, der Mutter Jesu. Als er erfuhr, dass Maria schwanger war, wollte er sich von ihr trennen; doch ein Engel erklärte ihm in einem Traum, dass Maria vom Heiligen Geist schwanger sei; und Josef blieb bei ihr (Mt 1,18-21). Wegen einer angeordneten Volkszählung musste er mit der schwangeren Maria nach Betlehem reisen, wo Jesus geboren wurde (Lk 2,1-7). Anschließend flohen sie nach Ägypten, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen (Mt 2,13-15). Zum letzten Mal wird Josef in den Evangelien erwähnt, als er und Maria den zwölfjährigen Jesus im Tempel redend mit den Schriftgelehrten vorfanden (Lk 2,41-51).

Man kann sagen: Josef ist nicht ein Mann der großen Worte, sondern der leisen Töne, der ganz selbstverständlich Verantwortung übernimmt für Mutter und Kind. Weil Josef also kein Mann ist, der in der Bibel große Schlagzeilen hinterlassen hat, steht er eher im Schatten der großen Heilsgeschichte. Von daher bestand schon immer die Gefahr, ihn zu übersehen.

Verehrung in der Kirche und Kanonisation

In der Ostkirche begann der Kult um Josef schon früh. Dagegen stammt die erste Erwähnung in einem Martyrologium des Westens erst aus der Zeit um 850. Der 19. März war dann seit dem 10. Jahrhundert Gedenktag. Die öffentliche Verehrung des Heiligen Josef begann im Abendland im 14./15. Jahrhundert. Seit 1621 steht Josef im Heiligenkalender der abendländischen Kirche.

Im 19. Jahrhundert gab es dann allerdings eine größere Bewegung in der Volksfrömmigkeit: Die Gläubigen gehen zu ihm mit ihren Sorgen, in der Hoffnung, dass er die Mühen der Kleinen, Bedrängten und Armen, der Frauen und Kinder mitträgt und dass er diese „kleinen Leute“ in ihrem Leben behütet. So wird Josef auch – im Zusammenhang mit der sozialen Frage in der industriellen Revolution – zum Patron der Arbeiterschaft – vielleicht auch im Rückgriff auf seinen Zimmermannsberuf.

Josef macht Karriere

Während Pius XI. den Heiligen Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche erklärte, bestimmte Pius XII. sogar den 1. Mai zum Fest des Heiligen Josef, des Arbeiters. Johannes XXIII. hieß selbst mit Vornamen Josef und war ein großer Verehrer seines Namenspatrons. Vor Beginn des II. Vatikanischen Konzils hat er den Heiligen Josef zum Schutzpatron des Konzils erwählt. Johannes XXIII. war der erste Papst, der den Namen „Josef“ in das Hochgebet einfügte.