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St. Josef Gaustadt:Mit Christus den Weg des Lebens gehen - Fronleichnamsprozession in Gaustadt

Zahlreiche Prozessionsfiguren wurden mitgeführt.
Datum:
Veröffentlicht: 12.6.26
Von:
C. Dillig

„Ich gehöre zu Christus und gehe mit ihm den Weg des Lebens, des Lichtes und der Liebe“. Dies wollen nach den Worten von Pfarrvikar Pater Robert Szarecki Christen am Fronleichnamstag auch öffentlich ins Bewusstsein bringen. Und so zog an diesem Tag eine Fronleichnamsprozession durch die Straßen des Bamberger Ortsteils Gaustadt. Die Tradition stammt noch aus der Zeit, als Gaustadt eine selbständige Gemeinde war und sie wird bis heute fortgeführt. Auch die portugiesische Gemeinde und die ukrainisch griechisch-katholische Gemeinde waren zur Teilnahme eingeladen.

Der Festtag begann mit einem Gottesdienst in der Kirche St. Josef. In seiner Predigt fragte Pater Robert nach der Bedeutung des Brotes, das in einer Monstranz durch die Straßen getragen wird. Was bewirken die Worte Jesu in mir? Gibt es den Wunsch, die heilige Kommunion zu empfangen? Welchen Wert hat der Leib Christi für mich? Und werde ich durch die Kommunion quasi selbst zu einer Monstranz, durch die Jesus Christus in mein Umfeld hineinwirkt? Das Fest wolle anregen, darüber nachzudenken. In diesem Zusammenhang erinnerte der Geistliche auch an ein Wort des im vergangenen Jahr heiliggesprochenen jungen Carlo Acutis: „Die heilige Eucharistie ist meine Autobahn in den Himmel.“

Nach dem Gottesdienst zog die Prozession zu vier Altären, die in Gaustadt aufgebaut worden waren. Die Monstranz trugen im Wechsel Pater Robert, Pfarrer Joaquim Carneiro da Costa von der portugiesischen und Pfarrer Ivan Sokhan von der ukrainisch griechisch-katholischen Gemeinde. Traditionell wurden in der Prozession zahlreiche Heiligenfiguren mitgetragen. Geschultert hatten sie Vertreter von Zünften, Vereinen und verschiedenen Gruppierungen aus der Gemeinde. Bei der Prozession wurden auch die Zunftstäbe der Spinn- und Weberzunft mitgeführt. Einen ökumenischen Akzent setzte die Ministrantenschar. Ministranten der ukrainischen Gemeinde nahmen am Gottesdienst und an der Prozession teil.

Ein ganz besonderes Jubiläum konnte der Vorbeter der Prozession feiern. Seit 40 Jahren geleitet Wolfgang Rebhan die Prozessionsteilnehmer mit seinen Ansagen durch die Straßen.