Zum Inhalt springen

Auf ein gutes Miteinander

Neuer Pfarrvikar im SB
Datum:
Veröffentlicht: 13.2.23
Von:
Christiane Dillig

Pater Robert Szarecki SAC ist neuer Pfarrvikar in St. Josef Gaustadt

Die Pfarrei St. Josef Gaustadt hat nun wieder einen „Seelsorger vor Ort“. Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde Pater Robert Szarecki SAC Anfang Februar offiziell in sein Amt eingeführt. Damit ist eine länger ungeklärte Frage erst einmal beantwortet, nämlich, ob überhaupt noch einmal ein Geistlicher nach Gaustadt kommen wird. Ihre Freude auf ein gutes Miteinander sprachen sowohl der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs, Pfarrer Helmut Hetzel, wie auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Florian Röckelein aus. Mit Applaus hießen die Gottesdienstbesucher den neuen Pfarrvikar willkommen. Er hat seinen Dienstsitz im Kindergartengebäude gleich neben der Kirche und wohnt im erst kürzlich renovierten ehemaligen Pfarrhaus.
Neuer Pfarrvikar im SB

Im Gottesdienst machte Pfarrer Hetzel deutlich, dass Pater Robert zwar in Gaustadt wohnt, dass er aber für den Seelsorgebereich ernannt ist. Er werde auch in den drei anderen Pfarreien Aufgaben übernehmen. Im Gaustadter Pfarrgemeinderat werde er der Vertreter des pastoralen Teams sein.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Röckelein wies den neuen Geistlichen auf die Gruppen und Vereine hin, die es in Gaustadt gibt. Einen Willkommensgruß übermittelte Pfarrer Hetzel auch von den Geistlichen der evangelisch-lutherischen, der rumänisch-orthodoxen und der ukrainisch griechisch-katholischen Kirchengemeinde, die in dem Bamberger Ortsteil ansässig sind. Ökumene lebe von Begegnungen im Gottesdienst und im Alltag. Und so erhielt Pater Robert gleich eine Einladung zur regelmäßig stattfindenden Pfarrerskaffeerunde.

Pater Szarecki bat seine neue Gemeinde, offen für ihn zu sein. In einer Zeit kirchlicher Reformen müsse man sich vom Wunsch trennen, dass alles wie vorher werde. „Wir wollen uns freundschaftlich und mit Güte begegnen.“ Und er hoffe, dass man gemeinsam etwas bewegen könne.

Pater Robert Szarecki wurde 1965 im polnischen Kosienice geboren, wo er mit fünf Geschwistern aufwuchs. Nach Schule und Militärdienst trat er bei den polnischen Pallottinern ins Noviziat ein. Er studierte Philosophie und Theologie. In der Zeit, als Johannes Paul II. Papst war, in der sich Freiheitsgedanken mit der Kirche verbanden und sich die Kirche gegen den Kommunismus wandte, stieß der Priesterberuf auf großes Interesse. 160 junge Menschen seien damals mit ihm im Priesterseminar gewesen, erinnert sich Pater Robert. Nach der Priesterweihe arbeitete er zunächst in Polen. Seine erste Gemeinde war in Radom, ebenfalls – wie Gaustadt – eine Josefsgemeinde. Dann kam er mit anderen polnischen Pallottinern nach Deutschland. Pater Robert lernte in Friedberg bei Augsburg Deutsch und machte dort ein Pastoralpraktikum. Über Königstein, Limburg und Hamburg gelangte er nach Nürnberg. Zuletzt war er über zehn Jahre in den Nürnberger Pfarreien Allerheiligen und St. Josef im Seelsorgebereich Nürnberg Nord-Ost als Pfarrvikar tätig.

Pater Robert gehört der polnischen Pallottiner-Provinz an, die ihren Sitz in Warschau hat. Die Pallotiner bezeichnen sich nicht als Orden. Die „Gesellschaft des Katholischen Apostolates“ wurde 1846 als Bestandteil der „Vereinigung des Katholischen Apostolates“ vom heiligen Vinzenz Pallotti in Rom gegründet. Ein weiblicher Zweig, die Pallottinerinnen, entstand 1838. Heute ist die Gemeinschaft auf allen Kontinenten vertreten. Zu ihrer Hauptaufgabe gehört die Förderung des Laienengagements in der Kirche.

Neuer Pfarrvikar im SB
Neuer Pfarrvikar im SB