SSB Bamberger Westen:Sanierter Verwaltungssitz in Feierstunde gesegnet

Nach mehrjähriger Bauzeit – und das, obwohl viel weniger geplant war – weihte der Seelsorgebereich Bamberger Westen Anfang Februar sein neues Verwaltungszentrum samt Pfarrbüro am Dienstsitz unterhalb der Oberen Pfarre feierlich ein. Interessierte waren eingeladen nach dem Festgottesdienst und der Segensfeier beim einem Tag der offenen Tür die neuen Räumlichkeiten zu erkunden und mit den Hauptamtlichen des Seelsorgebereichs ins Gespräch zu kommen.
„Auch in der Hölle ist das Reich Gottes allgegenwärtig“, meinte der Leitende Pfarrer Helmut Hetzel ein wenig scherzhaft am Ende des Gottesdienstes, als er alle Besucherinnen und Besucher einlud, die Treppen von der Kirche hinunter zum Eingang der Pfarrbüros mitzugehen. Auch wenn die Adresse des Sitzes Eisgrube 4 ist, so befindet sich der Haupteingang zu den Büros doch in der Straße „Hölle“. Dort angekommen segnete der Geistliche – gemeinsam mit den Pastoralreferenten Christian Schneider und Georg Zametzer sowie Pastoralassistentin Tina Wimmelmann – das kernsanierte Pfarrhaus und alle die darin arbeiten sowie ein- und ausgehen.
Bereits zuvor hatte sich Hetzel in der Predigt dem Wort selig gewidmet – und dies nicht im kirchenrechtlichen Sinn als Vorstufe zur Heiligsprechung. Für den Pfarrer sind es Jesu Worte der Bergpredigt („Selig sind die...“), die ihn beeindrucken. „Diese Aussagen sind eine Zusage Jesu zu Beginn der Bergpredigt. Mit diesen Sätzen will er das Göttliche in Jedem stärken“, so Hetzel. Man solle Mut haben, anzupacken und das Leben zu gestalten.
Hier zog er den Bogen zur Arbeit im Pfarrbüro. Auch hier gebe es Menschen, die anpacken wollen und Menschen, die Hilfe und Rat suchen. Beide Seiten könnten sich durch das Erbeten und das Anbieten von Hilfe gegenseitig stärken. „Und im besten Fall geht man danach aufrechter und selbstbewusster wieder ins Leben zurück“, so Hetzel.
Nach der Predigt bat der Pfarrer die Hauptamtlichen, die künftig die Büros mit Leben füllen, nach vorne vor den Altar. In Stille sollten sie von den Gemeindemitgliedern mit den Wünschen gesegnet werden, welche ihnen persönlich wichtig seien.
Nach all dem Segnen wurde im Anschluss ganz profan gefeiert. Bei Gegrilltem sowie Kaffee und Kuchen konnten die neuen Räume, deren Sanierung rund zwei Millionen Euro kostete, besichtigt werden. Bis in den Nachmittag hinein standen auch die Hauptamtlichen – von den Verwaltungskräften über Pastorales-Team bis zum Leitenden Pfarrer – für Gespräche bereit.